Blogartikel

Multikommutation in modularen SiC-Umrichtern: Einfluss auf Überspannung, Schwingungen und Abschaltverluste

In modularen SiC-Umrichtern können mehrere Leistungsmodule gleichzeitig schalten. Unsere Messungen zeigen, wann daraus zusätzlicher elektrischer Stress entsteht und wie ein geeignetes Layout diesen Effekt deutlich reduzieren kann.

Temperaturepattern

Was ist Multikommutation?

Warum ist Multikommutation bei SiC-MOSFETs besonders relevant?

Was passiert im Kommutierungskreis?

Wie wurde Multikommutation untersucht?

Temperaturepattern

Was zeigen die Messungen am vollständigen Umrichtersubmodul?

Temperaturepattern

Take-away

Multikommutation kann im Halbmodul durch eine gezielte Erhöhung der Kommutierungskreisinduktivität nachgebildet bis zu einem gewissen Grad nachgebildet werden. Das ist hilfreich, um kritische Schaltzustände im Labor zu untersuchen, ohne sofort ein vollständiges Mehrphasensystem betreiben zu müssen.

Was bedeutet das für das Design modularer SiC-Umrichter?

Fazit

Was ist Multikommutation?

Multikommutation bezeichnet das gleichzeitige oder nahezu gleichzeitige Schalten mehrerer Leistungshalbleiter in einem gemeinsamen Zwischenkreissystem. Dabei können sich Kommutierungsströme gemeinsame Strompfade teilen, wodurch die effektive Kommutierungskreisinduktivität steigt.

Warum ist Multikommutation bei SiC-MOSFETs wichtig?

SiC-MOSFETs schalten sehr schnell. Dadurch reagieren sie empfindlich auf parasitäre Induktivitäten im Kommutierungspfad. Multikommutation kann diese wirksame Induktivität erhöhen und dadurch Überspannungen, Schwingungen und Schaltverluste verstärken.

Welche Rolle spielt die Kommutierungskreisinduktivität?

Die Kommutierungskreisinduktivität bestimmt maßgeblich, wie stark Spannungsspitzen beim schnellen Abschalten ausfallen. Eine höhere effektive Induktivität führt typischerweise zu höheren Überspannungen und stärkerem Ringing.

Kann Multikommutation im Labor emuliert werden?

Ja. In vereinfachten Testaufbauten kann Multikommutation durch eine gezielte Erhöhung der Kommutierungskreisinduktivität emuliert werden, zum Beispiel durch eine veränderte Zwischenkreiskondensator-Konfiguration. Im Halbmodul ließ sich das reale Multikommutationsverhalten dadurch gut nachbilden.

Wie lässt sich Multikommutation im Design reduzieren

Wichtig sind ein niederinduktives Layout, eine kompakte und symmetrische Integration der Zwischenkreiskondensatoren, kurze Strompfade und eine geeignete räumliche Anordnung der Phasen. Entscheidend ist die Optimierung des vollständigen Systems, nicht nur des einzelnen Leistungsmoduls.